"Vom Verstand her, weiß ich es... aber es geht trotzdem noch nicht" - wenn das Gefühl fehlt

Hallo und einen wundervollen Moment für dich,

„Was ist, wenn ich die Dinge, von denen ich fest überzeugt bin nun umsetze und dann feststelle „Das war es nicht. Das ist doch nicht mein „Lebensplan“, meine Leidenschaft. Was mache ich dann?“ Diese Sorge ist da,obwohl ich, wie Chris es immer so schön formuliert, auch eine Ideenmaschine bin 😉 Was soll also passieren? Und dennoch…im Zuge dessen habe ich mich auch gefragt, wie ich mit Schwierigkeiten in der Umsetzung zurecht komme. Also wenns wirklich knackig wird. Und was mir dabei helfen kann.. Das treibt mich grade um“

Und als Nachtrag auf viel Zuspruch und aufbauende Worte kam noch:

…du hast mit allem Recht, ich sehe das genauso und würde ganz viel davon wiederum auch anderen raten. Rein rational gesehen, vom Verstand her, weiß ich das alles. Aber es ist irgendwie noch nicht so ganz im Gefühl angekommen.. verstehst du was ich meine?

Dieser Beitrag hat mich sehr inspiriert und ich möchte meine Gedanken gern mit dir teilen. Er stammt übrigens aus der Coaching-Community Die Talententwickler von Chris Batke. In den letzten drei Wochen ist dort eine unglaublich wundervolle und aktiv unterstützende Community entstanden. Es geht dabei darum, seine Träume zu verwirklichen und seine Ziele zu erreichen.

Nun zu meinen Gedanken:

Ich kann diese Sorgen, Zweifel und Ängste sehr gut nachempfinden. Diese Worte und Bedenken hätten von mir sein können und ich finde mich darin wieder. Auch heute kommen diese Gedanken noch in mir auf und es gibt Tage, an denen ich mir wünsche, schon vorher alles zu wissen…

Es gibt viele Dinge, die ich mir in einer solchen Situation unterstützend geraten habe. Zum Beispiel  Mutmacher, wie: „Hey, mach es trotzdem, das blockiert dich nur, wenn du so denkst. Damit stehst du dir nur selbst im Weg. Du schaffst das. Überleg dir, was du nur alles schaffen könntest…“ …aber wie es in dem Nachtrag steht, ist es so, dass der Verstand das alles weiß, aber das Gefühl fehlt eben noch.

Die Dinge, die ich mir in einer solchen Situation gesagt habe und auch von Anderen kamen, helfen zwar im ersten Moment, aber dann gab es bei mir trotzdem immer wieder dieses Zögernde. Die Worte haben dann irgendwie doch noch nicht so ausgereicht…

Ich habe bei mir festgestelt, dass das Mut machen und Antreiben hilft, aber nur oberflächlich.

Mittlerweile gehe ich das Ganze auf eine eher liebevolle Art an.

Sie ist auch weniger kraftaufwendig und wirkt in den meisten Fällen nachhaltig.

Und zwar gehe ich erst einmal auf Tiefgang:

Warum denke ich denn so und will unbedingt in die Zukunft schauen?

Welcher Teil in mir will das und warum?

Was steckt eigentlich wirklich hinter der Angst?

Es geht also darum, Dinge schon wissen zu wollen, bevor sie passiert sind. Das Bedürfnis, in die Zukunft zu schauen, um zu wissen, wie es ausgeht.Unsicherheit, wie ich mit diesen Dingen dann umgehen kann und Angst, keine Lösung zu finden. Auch, die Angst, sich hilflos zu fühlen, vielleicht keine Unterstützung zu haben, allein zu sein…

bumm… also der komplette Brocken. Kein Wunder, dass das Losgehen schwer fällt!

Und Wie gehe ich jetzt damit um?

Tja, ist jetzt halt da, ne?! Hallo Angst, hallo Zweifel!

Wer seid ihr denn eigentlich?

Ich habe bei mir festgestellt, dass sich die Angst in erster Linie in meinem Kopf abspielt. Mein Verstand will die Welt und das Leben, was passiert, einordnen,  planen und fassen.

Früher bin ich meist nur mit dem Kopf durch die Welt gelaufen. Deswegen fiel es mir schwer, neue Dinge auszuprobieren und mich von Altem zu lösen. Denn mein Verstand fühlt sich sicher mit den Gedanken, die er hat. Da kann er alles fassen, regeln und kontrollieren… Das kennt er. Läuft.

Früher oder später verändern sich allerdings die Dinge im Leben. Und vielleicht ist da auch schon lange dieses innere Streben nach mehr, ein Gefühl von ist das jetzt alles?

Doch gleichzeitig wehrt sich der Verstand dagegen, weil das für ihn bedeutet, oh nein, jetzt habe ich keine Kontrolle mehr… er kann es einfach nicht fassen, was da passieren wird, wenn wir Dinge tun, die er vorher nicht schon weiß.

Was der Verstand jetzt macht? Ganz klar:

Er beschafft sich erst einmal alle Informationen, um den neuen Weg quasi, vorzubauen. Was machen andere Leute so? Was ist denen passiert? Wie haben die das so angestellt? Wenn es doof läuft, findet er nur Dinge, die doof gelaufen sind, dann hat er seine Bestätigung, dass es zu gefährlich ist und vorbei. Oder er hat viel Wissen und denkt sich, oh geil, das will ich auch.

Das ist eine super Möglichkeit, denn die gibt dem Verstand Sicherheit und unterstützt…

Dennoch fehlt dann noch dieser letzte Schritt, dieses letzte bisschen, was einen quasi wirklich gehen und starten lässt. Und hier legt sich der Verstand nochmal volle Kanne ins Zeug:  Was ist, wenn das alles Nichts bringt? Was ist, wenn Schwierigkeiten kommen? Erzählt er dir dann…

Er versucht mit aller Kraft die Sicherheit und die Kontrolle zu behalten. Aber unsere jetzigen Gedanken sind begrenzt und unser Kopf kann nicht in die Zukunft schauen und für alles jetzt schon eine Lösung haben, auch, wenn er sich das wünscht bzw. sich insgeheim wünscht, dass sich Nichts verändert, weil das am Einfachsten ist und er dafür ja schon eine Lösung hat…

Oh wie langweilig wäre das Leben, wenn wir schon vorher alles wüssten!

Was hilft also, um das zu durchbrechen?

Nachdem ich die Mechanismen meines Verstandes und die Angst verstanden hatte, konnte ich die Angstgedanken verstehen und mit ihnen fühlen. Wenn ich mein Verstand wäre, würde es mir ähnlich gehen, glaube ich.

… und dann konzentrierte ich mich auf das, was fehlte, um liebevoll und sicher loszugehen.

Es war das Gefühl: Das Gefühl für mich. …neben meinem Kopf, der super gut regeln und unter Kontrolle bringen kann.

Die Unterstützung von mir Selbst, von Innen; das Vertrauen in mich und in das Leben. Das Wissen, dass ich zu jeden Zeitpunkt mein Bestes gebe und, dass jeder Zeitpunkt eigentlich nur ein Moment ist.

Denn: Wenn ich in jedem Moment bei mir bin und mich unterstütze und so handle, dass es sich für mich richtig und gut anfühlt, dann ist es egal, was kommt. Dann kann ich losgehen und weiß, dass ich zu jedem Zeitpunkt genau die Mittel zur Verfügung habe, die ich gerade brauche und, wenn ich sie nicht sichtbar haben sollte, dann kann ich sie mir beschaffen, weil ich immer wieder schauen kann,was ich Jetzt gerade wirklich brauche.

Und:

Das Wissen und Gefühl, dass ich mich genug wertschätze, um mich für meine Ziele und Wünsche einzusetzen!

Um loszugehen braucht es also in erster Linie DICH und nicht nur deinen Kopf, sondern auch du, der es sich wert ist, sein Leben zu leben und das Wundervolle zu entdecken.

Genau jetzt, genau hier, bist du so, wie du bist, genau richtig!

Dieses Jetzt und Hier wird auch in der Zukunft nichts Anderes sein als dieses Jetzt und Hier. Also, egal, was kommt. Du wirst immer in der Lage sein, mit dem, was kommt, umzugehen!

Du kannst alles schaffen, wenn du selbst daran glaubst.

Fang an, eine Beziehung zu dir aufzubauen und dann geh los.

Was für ein Leben willst du wirklich leben?

In Liebe,

 

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4 thoughts on “„Vom Verstand her, weiß ich es… aber es geht trotzdem noch nicht“ – wenn das Gefühl fehlt

  1. hallo liebe nadin:)
    wow dein beitrag ist so wunderbar geschrieben und enthält sooo viel wahrheit. danke fürs mutmachen. danke für deine warmen worte und das ganze selbstvertrauen, dass du mir durch diesen artikel übermittelst. ich bin gestärkt ..ich habe mut. ich weiß ich schaff es, egal was kommt..das ist so schön. danke dafür.
    alles liebe lisa von lebenslichtpfade.wordpress.com

    1. Hallo liebe Lisa,
      vielen Dank für deine lieben Worte! Wow, das freut mich sehr, dass ich dir damit Mut machen konnte und du dich nun gestärkter fühlst! Dankeschön dafür! Ja, dieses Selbstvertrauen steckt in jedem von uns, wir brauchen es nur wieder zu aktivieren. 🙂

      Alles Liebe für dich, Nadin

  2. SUPER !!!
    Das sind die Worte, das ist die Rückversicherung, die ich gerade „gebraucht“ habe.
    Ich wünsche Dir und mir, dass wir diese Worte immer erinnern und beherzigen können, wenn wir sie not-wendig brauchen.
    Auf ein fröhliches Tun!

    1. Hallo liebe Kathrin,

      dankeschön für deine lieben Worte. Ich freue mich, dass es gerade zur richtigen Zeit kam!
      Und danke, dass du es uns wünschst! Und falls wir sie einmal nicht haben, wenn wir sie so not-wendig brauchen, dann wird wohl gerade ein anderes Thema anstehen, welches Raum und gehört werden möchte. 🙂 Alles darf sein!

      Alles Liebe und bis ganz bald, Nadin

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