Von der Hingabe dem Kranksein in ein Gefühl der tiefen Verbundenheit und Liebe

Hallo und einen wundervollen Moment für dich,

In den letzten zwei Wochen habe ich ein wenig rumgekränkelt. Ich lag fast nur im Bett und habe mich, so gut es ging, einfach dem Kranksein hingegeben. Anfangs fiel es mir schwer, mich darauf einzulassen, weil ich nicht verstand, warum ich denn jetzt krank bin, warum mein Körper das denn jetzt brauch, weil ich dachte, ich würde achtsam und offen mit mir umgehen und da brauch ich doch keine Krankheit…

Scheinbar brauchte ich sie doch. Scheinbar war es an der Zeit, etwas Neues zu lernen, auf etwas Neues zu achten und einmal wieder zu mir selbst zu kommen.

Für mich ist eine Krankheit immer ein Zeichen dafür, ein wenig vom eigenen Weg abgekommen zu sein.

So dachte ich auch, dass es dieses Mal wieder so sei. Obwohl das für mich nicht so viel Sinn machte, da es sich momentan nicht danach anfühlte, als wäre es nicht mein Weg. Es läuft doch gerade so gut! Das und das und das, alles paletti!

Hallo Kopf! Schön, dass du wieder einmal die Lage abchecken und verstehen willst, bevor er es einfach so sein kann.

Ich war also krank, lahm gelegt.

Nachdem meine alten Gedanken und Ansätze also zu keiner Lösung führten, merkte ich, dass ich es genoss einfach nur im Bett zu liegen und zu schlafen, mich der Ruhe und Stille voll hinzugeben. Kopf aus!

Teilweise schlief ich wirklich, doch ein Großteil der Zeit verbrachte ich einfach nur ruhend mit geschlossenen Augen in einer Art tiefen Meditation.

Jetzt und Hier hatte ich durch das Kranksein die Möglichkeit mal wieder ganz intensiv in mich hineinzufühlen. Intensiver als jemals zuvor stellte sich heraus.

In diesem Gefühl der tiefen Meditation begegnete ich in mir Anteilen und Räumen, von denen ich nicht eine kleine Ahnung hatte, dass sie überhaupt da sind.
Ich öffnete mich einem unglaublich großes Feld an Möglichkeiten. Dort war auch ein Ort, an dem eine tiefe Klarheit herrschte. Ein Raum voller Frieden, Harmonie und Leichtigkeit. Wäre hier Jemand mit einem Problem um die Ecke gekommen, wäre es regelrecht in Liebe und Leben verwandelt worden.

Nadin Weisze Tiefgang MagersuchtDurch frühere Meditationen kannte ich das Gefühl der Weite, des Raumes, der sich dort auftun kann, in dem tiefe Klarheit, Liebe, Unterstützung und Geborgenheit ruht. Doch diese Art der Ruhe und Stille, die ich dort erlebte war noch einmal um Weiten intensiver und weiter. Ich gab mich voll hin.

Dabei begegnete ich auch Erfahrungen, Situationen und Bildern, die sich nicht so angenehm anfühlten. Da waren Ängste von früher, schlimme Erfahrungen, nicht gehört, gesehen oder geliebt zu werden. Ein tiefer Schmerz nicht genug zu sein.

Doch es war ok, dass sie da sind. Es war nicht so, dass ich mich mit ihnen identifizierte oder sie bedrohlich auf mich wirkten, sondern sie waren einfach nur da. In den Weiten meiner Selbst waren sie kleine Anteile, die einfach dazugehören, die einfach da sind. Hier haben sie Raum, hier dürfen sie sein und hier kann ich sie annehmen und mich ihnen zuwenden.

Es ist ok, dass du da bist, Gefühl, nicht genug zu sein.

Ich habe mich ihm seit langem mal wieder zugewendet und es einfach liebevoll betrachtet. Gleichzeitig ploppte ein Bild von mir auf, als ich klein war. Scheinbar ist dieses Gefühl dort entstanden. Ich habe mich in Gedanken, wie ich dort so klein, hilflos und traurig war, angeschaut und in den Arm genommen. Dabei sagte ich mir, ich bin, so wie ich bin, gut genug, ja, sogar wundervoll und genau richtig. Und ich war es schon immer, mein gesamtes Leben lang. Jeden Atemzug, den ich lebe. Diese Umarmung und Worte hatten einen heilenden Charakter.

Das hat mich wieder ein Stückchen näher zu mir gebracht.

In dieser tiefen Meditation konnte ich mich wieder mit mir selbst und meiner Seele verbinden.

Ich liebe diesen Zustand in tiefer Verbundenheit. Auf einmal ist alles so klar und jeder Gedanke, der mir kommt ist von purer Weisheit, Stärke und Liebe geprägt. Es sind Worte, von denen ich nicht einmal erahnen kann, dass sie in mir stecken. Auf einmal ergibt so vieles Sinn und die Zusammenhänge liegen klar auf der Hand.

Es ist so ein Gefühl von innerer Weisheit und unglaublicher Stärke, die dort in mir liegen.

Gut genug Nadin Weisze Magersucht Seele Selbstliebe VerbundenEin Gefühl der tiefen Dankbarkeit für das Kranksein stellte sich in mir ein. Ich bemerkte, dass ich diese tiefe Verbundenheit mit mir selbst so schon eine Weile nicht mehr gespürt habe.

Auf einmal war sie wieder da und ich wusste, dass alles, was jetzt und hier gerade in diesem Moment passiert, ist so, wie es gerade geschieht, genau richtig.

Diese Erfahrung hat mir auch gezeigt, dass ich loslassen darf.

Ich darf mich hingeben. Dem Moment und dem, was jetzt gerade ist.

Genau Jetzt und genau hier bin ich genau am richtigen Ort.

Ich kann versuchen, das alles zu regeln und unter Kontrolle zu bringen und eigentlich sollte es doch so und so und so sein, sagt der Kopf, aber damit verpasse ich auch immer ein Teil des Lebens, wie es jetzt gerade einfach nur ist. Vollkommen und ein Wunder.

Das Leben geht in seinem eigenen Tempo. Es spielt seine eigenen Regeln und ich darf mich ihm hingeben und vertrauen.

Dieses tiefe Verbundensein und Urvertrauen ins Leben geben mir das Gefühl der Sicherheit, der Geborgenheit und der Unterstüzung.

Ich bin genau richtig, genau jetzt und hier.

Ich darf sein. Ich darf loslassen.

Danke.

In Liebe,

 

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2 Gedanken zu „Von der Hingabe dem Kranksein in ein Gefühl der tiefen Verbundenheit und Liebe

  1. hallo liebe nadin:) wow so ein klarer und einfühlsamer artikel..und ich bin der überzeugung, jeder krankheit hat einen grund, auch die art „wie man krank ist“ kann einen hinweis geben..und vor allem, das sich hingeben, ruhen, loslassen, genau das ist das wichtigste. ganz häufig, wenn ich andere leute sagen höre, sie sind krank und ich denke mir immer, wenn sie sagen, oh ich habe keine lust zu liegen, keine zeit usw. ..sie haben den sinn der krankheit für sich noch nicht verstanden. ruhen und sich zeit für sich nehmen ist so wichtig. es ist so schön, welch wunderbare erfahrung du in diesem zustand machen durftest und du voller liebe und dankbarkeit weiter machen kannst. bestärkt und wieder im vollen vertrauen.
    danke fürs teilen:)
    alles liebe lisa
    lebenslichpfade.wordpress.com

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