Wie ein Blatt im Wind - Seinen eigenen Stand finden

Hallo und einen wundervollen Moment für dich,

In den letzten Tagen hat sich in mir wieder einiges bewegt. Das ist krass, von Woche zu Woche stelle ich fest, dass sich immer etwas bewegt, dass immer etwas los ist und in Bewegung ist und ich erfahre immer mehr über mich und lerne mich mehr und mehr kennen. Ich habe gar nicht so wirklich ein Zeitgefühl, welcher Wochentag ist, da jede Woche gefühlt so viel Neues passiert und jeder Tag etwas Besonderes ist.

Das Thema „Sich Zeigen“ ist so präsent. Ich habe das Gefühl, dass es Nichts ist, was einmal so da ist und dann wieder geht. Für mich ist es gerade und immernoch das, worum es sich dreht.

Sich Zeigen insofern, dass es sich auch irgendwie um etwas Größeres handelt. Nicht nur ich, die jetzt hier einfach ein bisschen mit dem Thema zu tun hat, sondern ich habe das Gefühl, da steckt noch so viel mehr dahinter. So viel, was auch in einem größeren Rahmen Thema ist, so ein Menschheitsding irgendwie.

Alle Rollen und Fassaden ablegen, alle Gedanken, wer wie zu sein hat, loslassen. Typisch Mann, typisch Frau, Mutter, Vater, deine Aufgabe, meine Aufgabe,…

Nein, ich habe das Gefühl, alles darf sich neu finden. Und jeder darf:

Einfach sein.

„Einfach ausbrechen. Einfach gegen die Angst kämpfen. Einfach über die Angst hinweg gehen. Einfach machen, auch, wenn sich Gedanken der Angst einschleichen und sich in den Weg stellen wollen.“

Doch ist das so der Weg? Ist das so mein Weg?

Ich möchte es auf einer tieferen Ebene begreifen. Ich möchte es in seiner Essenz spüren, annehmen und lieben. Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich ein Thema für mich gelöst hat, wenn ich es wirklich in mir gefühlt und angenommen habe, wenn ich es betrachten konnte und die Zusammenhänge klar waren. Dann, wenn ich es so richtig gefühlt habe und merkte, dass es jetzt reicht.

Wenn ich aus einem Gefühl der Liebe schreibe und aus einem Gefühl der Liebe drauf schaue, dann spüre ich einen Mangel an Verbundenheit, eine Trennung und einen Mangel an Selbst.

Ich stehe neben mir und schaue mich an.

Das Gefühl zwischen den Fronten zu stehen.

„Wie ein Fähnchen im Wind kam ich mir vor.“

Das Gefühl kenne ich gut. Doch egal, welcher Sturm draußen tobt. In mir herrscht die Ruhe, wenn ich bei mir bin. Der Sturm im Außen kommt nur an mich heran, wenn ich es zulasse. Ansonsten ist es nur eine Böe, die mich streichelt, die mich berührt. Mehr nicht.

Doch, wenn ich keinen festen Standpunkt habe, wenn ich nicht mit mir und somit auch nicht mit meinem Körper und somit auch nicht mit der Erde, auf der meine Füße stehen, verbunden bin, dann bin ich wie ein Blatt im Wind.

Getrieben von Außen, von dem, was um mich herum passiert. Ich nehme jede Böe mit und wiege mich in ihrem Wind.

Ich bin da und doch nicht wirklich. Und innerlich macht sich ein Gefühl der Traurigkeit bereit. Eine Überforderung kommt hinzu und ein Reflex zum Fliehen.

Soll doch der Wind noch stärker werden, damit ich weggeweht werde.

Angenehm ist es nicht, auch, wenn das Anpassen an den Wind, im ersten Moment passend scheint. Ich brauche dem Wind nicht stand zu halten, sondern lasse mich einfach tragen.

Wäre ich ein Blatt, wäre das vollkommen und stimmig.

Nun bin ich aber kein Blatt.

Meine Aufgabe und Stärke liegt woanders. Da ist noch so viel mehr.

Ich finde es sehr spannend, mich mit diesem Blatt zu vergleichen und doch ist es nur eine Beschreibung dessen, wie es sich anfühlt, nicht mit mir selbst verbunden zu sein, mich selbst nicht ganz wahrzunehmen.

Dieses Gefühl hat mich eine sehr lange Zeit in meinem Leben begleitet und auch heute noch gibt es Momente und Tage, an denen ich mich nicht mit mir verbunden fühle, an denen ich nicht weiß, wo ich stehe, an denen eine Menge passiert und ich es nicht gleich einordnen kann.

Ja, es fühlt sich nicht gut an, dieses Blatt im Wind zu sein, welches vom nächsten Windhauch mitgeweht wird.

Und doch bin ich dankbar, dass dieses Gefühl da ist, dass der Wind mich umweht, dass er mich hin und wieder trägt und bewegt.

Denn mit jedem Wegwehen komme ich mir ein Stück näher.

Wenn ich mir einen bewussten Moment für mich nehme, um mich zu sammeln, zeigt mir das Gefühl, worum es eigentlich geht, wo ich gerade stehe. Es zeigt mir, dass ich neben mir stehe, dass ich nicht bei mir bin, dass ich von mir weggeweht wurde.

Und mit jeder Böe, mit jedem von mir entfernten Stück, kann ich wieder mehr zu mir zurück gehen. Indem ich schaue und für mich hinspüre, was ich wirklich bin, was ich wirklich will und was mich wirklich erfüllt und glücklich macht.

Frei von jeglichen Konventionen und Erwartungen, wie wer zu sein hat.

Durch jede Windböe und diesem entfernten Gefühl, kann ich umso mehr bei mir ankommen.

Die Ruhe nach dem Sturm, ein Gefühl der Klarheit.

Und dann kann ich Fuß fassen.

Wahrnehmen, Fühlen und bewusst wählen.

Will ich herumwehen oder stelle ich mich in den Wind?

Ich stelle mich in den Wind!

Und bin mit mir verbunden.

Wenn ich mit mir selbst verbunden bin, dann bin ich da.

Es gibt keinen Mangel, nichts zu sein und nichts zu tun.

Dann fühle ich mich verbunden mit allem und jedem.

Ich gehe in Liebe, jeden Schritt und ich tue mir Gutes.

Ich bin verbunden. Ich bin in mir und stehe fest.

Von Windböen lasse ich mich nicht wegwehen. Ich bin in meiner Kraft und Stärke. Ich fühle mich, ich bin flexibel und stehe doch bei mir. Ich ruhe in mir und bin mit mir. Ich fühle eins.

Ich bin voll da und mit mir im Einklang. Ich bin wundervoll und wertvoll, unglaublich wertvoll. Auf einmal habe ich das Gefühl, ich bin vollkommen und ich war es schon immer.

Ich gebe aus reinster Freude und Begeisterung.

Ich bin mit mir verbunden. Ständig. In jedem Moment bin ich bei mir, bin ich in meinem Körper. Er ist da, trägt, liebt und unterstützt mich. Er zeigt mir, wo es lang geht. Er ist da, wenn ich ihn brauche. Immer! In jeder einzelnen Sekunde, jetzt und schon immer!

Wenn ich mit mir verbunden bin, dann habe ich keine Angst, denn ich bin bei mir und stehe mir bei. Es existiert kein Mangel mehr, denn es ist alles da.

Wenn ich mit mir verbunden bin, dann vertraue ich. Es darf alles sein.

Es ist nicht länger ein Hoffen, Wünschen und Bangen, sondern viel mehr ein Dasein, was schon immer da war.

Auf einmal fängt es an zu fließen, es wird leicht und lebendig. Es wird frei und glücklich. Liebevoll und einfühlsam, ohne Erwartungen, ohne Ansprüche.

Auf einmal ist jeder Moment einfach nur ein Moment, ein wundervoller, erfüllter und einer von unzähligen, aber dennoch einzigartig und besonders.

Auf einmal bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und alles scheint genau aufeinander abgestimmt zu sein.

Es ist ein Zustand voller Dankbarkeit, Liebe und Erfüllung. Ich nehme den Reichtum wahr. Ich nehme die Fülle wahr und ich bade für einen Moment darin. Ich dusche in der Liebe und tanze mit der Freude.

Der Traurigkeit gebe ich einen kleinen Stups und überfalle sie dann mit meiner Liebe und wiege sie in Geborgenheit. Ich setze mich zu ihr und lausche ihr. Jedes Wort berührt mich zu tiefst und ich bin gerührt und voller Tränen, dass sie so liebevoll und offen ist.

Ich geselle mich zur Wut und spüre die Energie, aber auch den Schmerz, der sie leitet. Voller Kraft und hochgeachtet strahle ich sie an und verbinde mich mit ihr. Ich umarme sie liebevoll und wir verschmelzen. Sie wird ein Teil von mir und ich werde ein Teil von ihr.

Verbunden mit mir stehe ich mit beiden Füßen fest am Boden. Ich nehme die Energie war, die jede meiner Zellen durchströhmt. Sie ist bewegt und voller Liebe, voller Lebendigkeit. Ich fühle mich mächtig und kraftvoll und gleichzeitig genährt, angenommen und geliebt.

Wie fühlst du dich, wenn du mit dir verbunden bist?

Stellst du dich in den Wind?

In Liebe,

 

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