Dem Tod näher als dem Leben - Ein Weg ins Leben

Hallo und einen wundervollen Moment für dich,

Ich möchte für dich schreiben. Deine Worte haben mich berührt und mich an mich und meinen bisherigen Weg erinnert. Du hast mich auf Etwas aufmerksam gemacht und das möchte ich gern mit dir teilen.

Es ist nicht einfach. Das Leben. Es ist nicht einfach, wenn man ständig kämpfen muss. Es ist unglaublich schwierig und hart, wenn man Dinge tut, die man nur macht, weil man ja irgendwie muss. Das ist anstrengend. Unglaublich anstrengend. Und doch muss es manchmal so sein.

Aber es muss nicht so sein, damit es funktioniert, das Leben. Es musste bei mir damals so sein, damit ich realisiere, wie unschön und scheiße es ist und ich da absolut keinen Bock mehr drauf habe.

Bei mir dauert es meist etwas länger, bis ich bemerke, dass mir etwas nicht gut tut und mir schadet.

Ich hatte da lange Zeit nicht so das Gefühl für und habe Schmerz nicht so gut wahrnehmen können. Aber hey, es wird immer besser mit der Zeit und ich muss nicht mehr immer erst volle Kanne gegen die Wand laufen. 🙂

Das Leben spielt manchmal komisch. Anfangs hat es mich total verwirrt. Warum ist das Leben so grausam, warum ist es so gemein? Warum ist es denn bitte so verdammt schwer und hart? Warum so anstrengend?

Ich hatte keine Kraft mehr. Fühlte mich zutiefst traurig, deprimiert und einfach so unglaublich kraftlos. Damals war ich mit dem, was sich mein Leben nannte, dem Tod näher als dem Leben. Es ging mir so absolut nicht gut. Ich wusste, dass ich so nicht leben will und auch nicht leben kann. Für mich war das aber das Leben, so empfand ich es in diesem Moment.

Was hatte ich für Optionen? Nunja: Eigentlich nur zwei. Leben oder Tod.

In einem Leben, welches kein wirkliches Leben mehr ist, weil dort Nichts ist, was irgendwie schön ist und alles nur gerade noch so funktioniert, ist es ein Wunder, dass dort ein Fünkchen Hoffnung Platz findet.

Ein schönes Wunder!

Von Außen betrachtet ist es schwer nachvollziehbar, warum dieses Leben so düster und dunkel erscheint, wo man doch selbst vielleicht mehr das Gute in den Dingen wahrnehmen und es schätzen kann. Doch wenn man in dieser Situation drin steckt, dann ist all das Schöne verschwunden, da das Unschöne überwiegt.

Und doch spielt das Leben nicht einfach so, so. Es ging mir damals nicht ohne Grund so beschissen ( Sorry für meine Wortwahl, aber das trifft es am Besten ;)).

Ich bin dankbar, dass ich damals nicht allein war und Menschen um mich herum hatte, die mir Mut gemacht haben, die mich unterstützten und denen ich mich anvertrauen konnte. Danke ihr Wundervollen!!!

Sich zu öffnen und diesem kleinen Funken Hoffnung nachzugehen ist ein unglaublicher Schritt. Das Öffnen für etwas Neues, das Suchen nach einem Weg aus der derzeitigen Situation und das Annehmen von Hilfe und Unterstützung ist etwas, was in mir passierte. Was passieren musste.

Ich musste bereit sein, einen neuen Weg zu gehen und erkennen, dass der Alte mich an den Ort geführt hat, an dem ich war.

Ich musste es mir eingestehen, dass es nicht einfach so passierte.

Und ich musste ehrlich zu mir sein und eine Entscheidung treffen: Nämlich hinzuschauen und mich für etwas Neues zu öffnen, neue Gedanken.

Ich fragte mich: Warum bin ich jetzt genau hier?

Einfach nur ein Zufall? Einfach nur ein fauler Trick des Lebens?

Ich erkannte, dass es nicht so war.

Unbewusst traf ich mein gesamtes Leben Entscheidungen, die mich an den Ort führten, an dem ich war. Früher waren es die Entscheidungen meiner Eltern, irgendwann traf ich sie selbst. Doch eher unbewusst.

Ich lebte mein Leben also so, wie ich es lebte, weil ich mich unbewusst dafür entschied.

Es waren Entscheidungen, in denen ich mich nicht für mich entschied. Entscheidungen, die ich traf, weil ich dachte es müsste so und würde so gemacht werden.

Wenn ich ganz viele davon treffe, sie mir gar nicht so gut tun und ich eine Menge Dinge tue, die mir auch nicht so gut tun, dann komme ich an einen Ort, an dem ich mich komplett unwohl, fremd und einfach verdammt scheiße fühle. Verloren.

Es ging mir schlecht und zwar aus dem Grund, weil ich mich unbewusst dafür entschieden hatte.

Das war eine krasse Erkenntnis.

Bei mir kam das schleichend.

Ich traf die Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern eher aus dem Kopf.

Warum passierte mir das? Warum ging es mir so schlecht? Warum war ich dem Tod näher als dem Leben?

Weil das Leben eigentlich ganz einfach spielt, ich das bis dahin nur noch nicht wusste und es mir deswegen so vorkam.

Ich bin es, die mich zu den Dingen zwingt, die ich täglich mache. Ich schreibe hier zwingen, weil ich es im Vergleich zu damals heute so empfinde. Es war kein Yaaay, geil und wann geht’s los?! Sondern ein: Naja, irgendwie muss es gemacht werden, na gut.

Wenn ich mich also immer mehr in etwas hinein zwinge: In ein Leben, welches mir nicht das Gefühl gibt: Jaaaa, wie schööön, ich will! Bitte! dann ist es eigentlich gar nicht so verwunderlich, dass ich auf kurz oder lang an einem Ort lande, an dem ich nicht glücklich bin, an dem es mir nicht gut geht und an dem ich ein Leben lebe, was dem Tod näher kommt als dem Leben.

Schritt für Schritt für Schritt entscheide ich: Leben oder Tod?

Das Leben zeigt mir, wo es lang geht.

Wenn ICH mich nicht für das entscheide, was mich glücklich macht und was mich strahlen lässt, wer sollte es dann tun?

Ja, warum ich das schreibe. Weil ich weiß, wie scheiße und schwer das Leben sein kann. Es ist unglaublich eng und leer, traurig und trostlos. Und vor allem eines: anstrengend, gefühlt ein ständiger Kampf. Ich kenne das Gefühl so weit von mir selbst entfernt zu sein, dass der Tod verlockender aussieht als der Weg ins Leben.

Und ich will dir zeigen, dass es möglich ist. Ich will dir Mut machen! Es lohnt sich sowas von diesen Weg zu gehen: Deinen Weg!

Deswegen bleib dran. Such dir Hilfe und Unterstützung. Du bist nicht allein und dann fang an, dein Leben zu leben!

Fang an hinzuschauen, was du für Entscheidungen getroffen hast. Und dann geh los.

Alles, was jetzt ist, genau in diesem Moment ist da!

Gefällt es dir? Fühlt es sich gut an?

Wenn nicht: Ok, dann gefällt es dir nicht und es fühlt sich auch nicht gut an.

Jep, so ist es! Jetzt gerade ist es so. Das ist ok. Das passiert.

Und dann stell dir ehrlich die Frage: Willst du es so belassen? Ist es wirklich so schlimm?

Deine Antwort entscheidet, was passieren wird. Du entscheidest.

Nur dieses Mal ist es bewusst und nicht mehr unbewusst.

Ich kann das. Ich schaffe das. Ich lebe!

 

Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe für dich!

Es liegt mir am Herzen, dass immer mehr Menschen zurück zu sich kommen und ihren ganz eigenen Weg gehen.

Stell dir nur vor, wie wundervoll die Welt wäre, wenn wir alle aus uns heraus leben würden.

Geil, geil, geil! 😀

Ich freue mich auf dich und unsere Begegnung!

In Liebe,

 

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2 Gedanken zu „Dem Tod näher als dem Leben – Ein Weg ins Leben

  1. Liebe nadin:) das ist ein wunderwunderschöner text. Und die feststellung, dass man selbst dafür verantwortlich ist, ist so wichtig:) danke dass du uns daran teilhaben lässt.
    Allerliebste grüsse lisa
    lebenslichtpfade.wordpress.com

    1. Hallo liebe Lisa,

      ich danke dir von Herzen für deinen Kommentar! 🙂 Ja, wir haben alles selbst in der Hand. Wenn wir die Position erst einmal einnehmen, dann fängt es an zu fließen und in Bewegung zu kommen. Danke dir für deine Worte.

      Allerliebste Grüße an dich zurück, Nadin

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