Ich darf auf mich hören! - Wo Selbstliebe beginnt

Hallo und einen wundervollen Moment für dich,

ich schaue aus dem Fenster und genieße den Anblick der letzten braunen Blätter am Baum. Die Sonne strahlt mit schon leicht rotem Licht die Häuser an. Es wirkt frisch und kühl, ein wenig ruhig und grau, wenn ich hineinfühle. Es wird Winter.

In der letzten Woche schrieb ich gleich zwei Artikel, denn mir wurde bewusst, dass ich mich mit dem „Ich poste jeden Montag einen Artikel“ mich zwar festsetze, aber gleichzeitig auch irgendwie einschränke: Was ist, wenn ich etwas habe, was mich vorher schon bewegt und was ich gern teilen möchte in einem Artikel? Sollte ich das dann aufheben, sodass ich es in der nächsten Woche dann poste? Und was ist, wenn ich da dann schon wieder ein anderes Thema habe?…

Ich habe also festgestellt, dass sich da Einiges bewegt. 🙂

Wenn ein Artikel geschrieben werden will, wird er geschrieben. Wenn ich ihn veröffentlichen will, wird er veröffentlicht, egal welcher Tag, welche Tages- oder Uhrzeit es ist.

Ich folge meinem Gefühl und schaue, was passiert.

Interessant finde ich, was dahinter steckt und woher dieser Gedanke „Ich poste jeden Monatg“ kam. Anfangs dachte ich, wenn ich mit dem Bloggen anfange, dann müsste ich mich an den Menschen orientieren, die ja schon sehr lange und auch erfolgreich Bloggen, denn die wüssten ja wie es geht… mit diesem Gedanken bin ich gestartet.

Und ja, in der Anfangszeit hat das für mich auch so gepasst, weil ich ja Nichts über das Bloggen wusste…

… aber müssen wir wirklich immer erst etwas darüber Wissen?

Ich glaube, dass es für den Verstand immer ganz gut FUNKTIONIERT, wenn wir etwas Wissen. Das Wissen ist seine Stärke. Gedanken hin- und herschicken. Er nimmt die Regeln, verfolgt diese und dann läuft das…

…so müssen wir vielleicht auch nicht selbst die Verantwortung dafür übernehmen?! 😉

Ich finde die Erfahrung jedenfalls sehr spannend und sie hat mich an den jetzigen Punkt gebracht.

Was wäre, wenn es da auch einen anderen Weg gibt, der nicht am Wissen angreift?

Einen Weg, der aus mir heraus kommt. Ich schaue, was in mir vorgeht, was aus mir heraus will und bringe das nach Außen, so wie ich will und vor allem: wie es mir Freude bereitet.

Ich lasse los und vertraue. Ich gehe meinen Weg.

Für das Bloggen bedeutet das, dass ich auch hier aus mir heraus lebe und schaue, was entstehen will und das umso freier und freudiger teile; und zwar wann und wie ich will.

Es ist ein befreiendes Gefühl.

Mein Herz schlägt höher. Mir kommen die folgende Worte in den Sinn:

Wer sagt denn, was wie zu sein hat?

Damals im Krankenhaus stellte ich mir die Frage: Wer sagt denn, was richtig und was falsch ist?

Diese Gedanken veränderten mein Leben, weil ich erkannte, dass nur ich das sagen kann, nämlich für mich! Ich kann FÜR MICH feststellen, was richtig und was falsch ist.

Mein Verstand mochte es, sich dagegen ein wenig aufzulehnen und zu sagen: „Aaaaber nein! Natürlich gibt es Dinge, die eindeutig richtig und eindeutig falsch sind. Du kannst doch nicht einfach deine eigenen Regeln schreiben. Wo kommen wir denn dahin, wenn das jeder machen würde…“

Ja, so ist er! 🙂

Doch dann kam mir in den Sinn, dass es in Wirklichkeit keine so wirklichen Regeln und Verbote gibt…

… weil wer sagt denn, was richtig und was falsch ist? Warum darf mir jemand Anderes das vorschreiben? Warum will sich jemand Anderes über mich stellen? Ratschläge sind gut, aber hat das wirklich etwas mit mir zu tun? Warum lasse ich das zu?

… denn ich kann es doch für mich ganz eindeutig wahrnehmen und prüfen.

Ich bin diejenige, die in meinem Körper steckt und ich bin diejenige, die MEIN Leben lebt. Auch bin ich diejenige, die meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht hat…

… und vor allem bin ich diejenige, die mich fühlt, die mit mir und meinem Inneren verbunden ist.

Dieses Innere… dieses ICH weiß genau, was richtig und was falsch für mich ist.

Und!

Dieses Innere ist immer da – in jedem Moment.

Es ist die Liebe. Es ist das, was ich wirklich bin.

In jedem Moment kann ich mich mit mir verbinden. Hier liegen alle Antworten. Mein Inneres weiß immer, was gerade genau das Richtige für MICH ist.

Es will mir immer Gutes.

Es war schon immer da… schon seit meiner Geburt ist es in mir.

Lange Zeit wusste ich nur nicht, dass es da war, dass ICH da war. Stattdessen war ich im Außen und habe immer versucht etwas zu sein. Die Erziehung hat ihr Übriges getan.

Irgendwann ist es so leise geworden, dass es keinen Raum mehr bekam.

Ich hatte die Verbindung zu MIR verloren.

Deswegen bin ich mit meinem Kopf durch die Welt gelaufen. Dieser ist so genial, dass er sich am Außen orientieren kann und sich so wunderbar anpassen kann. Er konnte sich so ein Leben aufbauen, was funktioniert.

Es ist ein Ich entstanden, was auf das Umfeld abgestimmt war und die Bedingungen erfüllte.

… und so habe ich mit meinem Kopf funktioniert. Ja, es war ein Leben. Ein normales Leben eben. Die Funktionsweisen sind heute immernoch in mir.

Es ist etwas, was ich fast mein gesamtes Leben so gelebt habe. Ich dachte, so müsste das.

Auf meinem Herzensweg merke ich jetzt immer mehr, was noch alte Überbleibsel sind und wo ich noch nicht so ganz auf mein Inneres vertraue und stattdessen der Kopf bestimmt, was wie zu sein hat.

Meist zeigt es sich durch ein unangenehmes, drückendes Gefühl. Der Kopf will dann, dass ich etwas mache, was mein Inneres gar nicht so will.

Wenn ich es bemerkte, nehme ich mir die Zeit, um genauer hinzuschauen. Auch liebe ich es, mich hin und wieder selbst zu reflektieren und hinzuspüren.

Ich bin heute froh, dass ich den Zugang zu meinem Inneren wieder gefunden habe und dass ich die Verbindung zu mir wieder herstellen konnte.

Ich kann fühlen, was ICH wirklich bin.

Viel Leid und Schmerz haben sich angestaut, wenn ich mich übergangen und nicht gelebt habe. Es tut weh, wenn ich Dinge tu, die mir eigentlich gar nicht gut tun, wenn ich mich zu irgendetwas zwinge, obwohl das gar nicht sein muss.

Doch dahinter verbirgt sich dann meist etwas ganz Wundervolles. Ich erkenne mich…

… auf einmal strahle ich von ganz allein.

Ich lebe MICH – mehr und mehr und mehr, indem ich meine alten verkopften Gedanken mehr und mehr wahrnehme, hinfühle und sie loslasse.

Ich gebe dem, was in mir ist mehr und mehr Raum.

Meine Gefühle begleitet mich auf meinem Weg – die Liebe zu mir selbst gibt die Richtung an.

Ich stelle mir oft die Frage: Wie fühlt sich das an? Tut mir das gut?

Ich nehme es bewusst wahr und folge immer mehr dem, was mir gut tut.

Schritt für Schritt. Moment für Moment.

Ich möchte, dass es mir gut geht! Ich habe kein Leid verdient und ich bin es, die für mich sorgt. Ich bin es, die mich liebt und ich bin es, die mich wahrnimmt und anerkennt.

Und das Spannende ist: Wenn ich es tu, dann tun es Andere auch.

So wie ich mich behandle, behandeln mich Andere auch.

Aus tiefstem Inneren kann ich lieben und zwar bedingungslos

… weil wir sie in uns haben und zwar im Überfluss.

Das Schöne ist, dass damit der Stress abfällt. Damit hört der Kampf auf und ich darf einfach nur sein. Ich sein.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Verbindung zu sich selbst wieder hergestellt werden kann. Damals bin ich so abgschnitten von mir selbst durch die Welt gelaufen, dass ich keine Schimmer davon hatte, dass es mich gibt und dass ich bin.

Dieses Innere ist immer da, auch jetzt und auch in dir!

In jedem Moment teilt es sich mit. Immer.

Wir können lernen es wahrzunehmen und ihm immer mehr Raum zu geben.

…indem wir anfangen, uns selbst zu lieben.

So wurde mir durch die Erfahrung mit dem Bloggen nochmal bewusst, dass ich in allen Bereichen zu jeder Zeit zu aller erst darauf hören darf, was aus mir heraus kommt.

Ich trage die Wahrheit für mich in mir!

Ich bin gut so, wie ich bin und ich war es schon immer.

Das Gleiche gilt für dich: Du bist gut so, wie du bist und warst es auch schon immer!

In Liebe,

 

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6 Gedanken zu „Ich darf auf mich hören! – Wo Selbstliebe beginnt

  1. liebe nadin:) so schön geschrieben. und so viel wahrheit. du hast recht, wir bestimmen selbst was uns gut tut. das muss nicht die gesellschaft uns vorschreiben.
    jeder darf seinen eigenen weg gehen – und dann wenn sich etwas nach mühe, nach stress bzw. nicht gut anfühlt, dass ist es nicht der eigene weg.

    alles liebe lisa

  2. Danke Nadin! So ein schöner wahrer Text! Aber auch nicht so einfach umzusetzen. (Glaubenssatz?!! Ich weiß…)
    Ich suche den Kontakt zu meinem inneren aber werde immer wieder „abgelenkt“. Abgelenkt von…???
    Gibt es Tipps wie es leichter geht?
    Liebe Grüße

    1. Hallo liebe Annkat,
      danke für deine lieben Worte und sehr gerne! 🙂

      Ich finde es spannend, dass du schon sagst, dass es ein Glaubenssatz ist. 🙂 Ich nehme mir dann meist bewusst Zeit, um mir den Gedanken mal genauer anzuschauen und mich dann bewusst rein zu fühlen, ob er mir gut tut oder nicht, ob er mich unterstützt oder eher nicht… und dann ergibt sich der Rest meist von allein. 🙂

      Das Ablenken, was du da beschreibst kenne ich auch gut… das Schöne ist, dass selbst das Ablenken, wenn es bewusst passiert auch wieder etwas mit deinem Inneren zu tun hat, denn das, was du da im Außen siehst, ist auch ein Teil von dir. Du siehst es nämlich durch Deine Augen und denkst Deine Gedanken dazu und automatisch fühlst Du etwas. 🙂

      Tipps, wie es leichter geht, finde ich schwierig… Ich würde dir raten, nimm dir immer mal wieder einfach Zeit für dich, einfach so wie du Lust hast! Geh zum Beispiel raus in die Natur spazieren. Das Schöne ist, sie nimmt dich genau so an, wie du bist. 🙂 Oder setz dich einfach mal hin mit Stift und Papier und schreib raus, was gerade so da ist… einfach nach Lust und Laune und mit Neugier. Das bewirkt bei mir Wunder, selbst wenn ich denke, ach da kommt Nichts, dann fängt es doch einfach an zu sprudeln, denn das Innere ist immer da. Ich liebe es auch, mir ganz bewusst Fragen zu stellen: Wie geht es dir gerade? Und dann zu schauen, was kommt da, was fühle ich… Oder: Was kann ich mir gerade Gutes tun? Und dem dann zu folgen und nachzugehen. Mir hilft es aber auch schon, einfach bewusst bei mir zu sein, indem ich einfach schaue: Was mache ich da gerade? Wie fühlt es sich an? Ist es das, was ich gerade wirklich will? Macht es mir Spaß? Ich habe da so eine Art inneren Dialog und liebevollen Umgang mit mir selbst aufgebaut. … Das ist so, wie ICH damit umgehe. 🙂

      Was aber vielleicht auch eine spannendere Frage für Dich und Dein Inneres wäre ist: Wie kann ich leichter zu meinem Inneren finden? Ich bin mir fast sicher, dass wenn du dich hinsetzt und dir diese Frage mal bewusst stellst, die Antworten von allein zu dir kommen werden: 🙂 Probier es mal schriftlich aus und schau, was da kommt. 🙂 Die Antworten liegen in dir! Vielleicht kommen sie nicht sofort, aber schon das bewusste stellen der Frage und die Zeit, die du dir für dich nimmst, verändern etwas. 🙂 Berichte mir sehr gern über deine Erfahrung!

      Liebste Grüße und von Herzen,
      Nadin

  3. Danke Nadin!!! Deine Erklärungen helfen mir auf jeden Fall weiter. Daran zu arbeiten finde ich sehr interessant und ich bin mir sicher dass es immer besser wird.
    Liebe Grüße

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