Shoppen war mein Hobby - was hinter dem Konsum steckte

Hallo und einen wundervollen Moment für dich,

in den letzten zwei Tage war ich auf der Veggieworld hier in Berlin helfen. Es war eine super spannende Erfahrung, total schön und teilweise auch anstrengend. 🙂 Ich habe Schokolade verkauft und über Frauenhygiene aufgeklärt. 😀

Als ich gerade meine Gedanken dazu aufschrieb, tauchten plötzlich mehrere Themen auf: Geld, mein eigener Wert und die Veränderung meines Konsumverhaltens.

Mir fiel nämlich auf der Messe auf, dass die die Menschen die Schokolade teilweise nicht nur, weil sie unglaublich lecker ist, kauften, sondern auch, weil der Messepreis besonders gut war.

„Oh wow, das ist besonders günstig, na da muss ich aber mal zuschlagen!“

Hier ging es nur um Schokolade und 50 Cent, aber die Tatsache, dass ein Produkt günstiger verkauft wird und man sich denkt: „Na dann muss ich aber mal zuschlagen“, stimmen mich nachdenklich.

Ich sehe mich darin wieder.

Für mich ist es ganz klar ein Spiegel. Ohne bewusst darüber nachzudenken, ob ich es denn gerade wirklich brauche und überhaupt Lust darauf habe, reagierte ich und kaufte einfach, weil es ja so günstig war…

Damit mache ich meine Kaufentscheidung vom Preis abhängig.

Das Geld ist dann wichtiger als das, was dahinter steckt und ES entscheidet, was ICH mache.

Außerdem suggeriere ich mir damit auch immer wieder, dass ich nicht genug Geld habe… aber das ist dann wieder ein anderes Thema. 😉

Folgendes kam mir zu meinem Konsumverhalten in den Sinn:

Früher habe ich mich sehr um Äußerlichkeiten gekümmert, was gut aussah, hübsch war usw. Es war mir wichtig, dass es möglichst makellos perfekt meiner Vorstellung entsprach.

Fast jedes Wochenende verbrachte ich in einem Shoppingcenter, um mir etwas Neues zum Anziehen oder etwas aus der Drogerie zu kaufen.

Das war für mich normal und ich mochte es, immer neue Klamotten zu haben.

Doch immer wieder sagte ich, wenn ich vor meinem VOLLEN Kleiderschrank stand: „Ich habe keine Klamotten. Ich brauche etwas Neues.“ Oft hatte ich auch etwas bei jemand Anderem gesehen und das wollte ich dann auch haben, weil es einfach schön aussah.

Ich konsumierte einfach und Shoppen war mein Hobby.

Rückblickend beschäftigte ich mich zu diesem Zeitpunkt nur mit dem Äußeren der Menschen. Ich verglich mich sehr viel mit Anderen, tratschte über sie und war mir selbst sehr fremd… so konnte ich auch nicht hinter mein Verhalten schauen.

Heute sehe ich es aus einer anderen Perspektive.

Ich sehe da das kleine verletzte Mädchen, welches sich hinter dem Gutaussehen und Schönsein versteckte. Sie hatte keine Klamotten, die ihr gefielen oder passten, weil sie sich selbst nicht gefiel und passte.

So ein Kleidungsstück ist nur ein Kleidungsstück.

Auch, wenn Kleider scheinbar Leute machen, war dahinter doch immer noch der Mensch mit all seinen Gefühlen und Bedürfnissen.

Mit jedem neu gekauftem Kleidungsstück war die Hoffnung da, mehr zu sein und etwas mehr zu haben, was vorher noch nicht da war.

„Dieses Kleidungsstück wird mich nicht wieder vor dem Schrank stehen lassen und mich so unwohl fühlen lassen, weil ich Nichts zum Anziehen habe.“

Dabei ging es eigentlich um mehr und das, was dahinter steckte.

So waren es ein paar Tage, in denen es klappte und dann brauchte ich doch wieder etwas Neues.

Es war eben nur die Oberfläche.

Das Gefühl dahinter, das eigentliche Bedürfnis, blieb unbefriedigt und leer.

Zu dem Zeitpunkt war mir das alles kein bisschen bewusst. Es funktionierte ja so.

Auch die Medien und mein damaliges Umfeld unterstützten das Ganze. Es war normal für mich.

Kaufe dies, kaufe das und du wirst das und das.

… und weil es alle tun, fällt es nicht auf, dass da etwas gewaltig schief läuft.

… und die Werbepsychologie tut ihr Übriges.

Ich war damals so weit weg von mir, dass mir das nicht bewusst war.

Ich finde das krass, wie das alles so funktioniert.

Wenn ich so reflektiere, dann lief es bei mir im Grunde oft so ab:

Ich hatte ein Unwohlsein in mir, das projizierte ich auf mein Äußeres und dann ging ich los, um das Äußere zu lösen, weil ich dachte, es sei das Problem.

Ich stand zum Beispiel vor meinem VOLLEN Kleiderschrank fühlte mich eigentlich unwohl in mir und meiner Haut, kam dann mit mir in Kontakt, weil ich mir ja etwas Anziehen musste, merkte dann „Oh nein, alles ist doof, alles passt nicht und das sieht doof aus“, dachte dann es liegt an den Sachen, die nicht passten und die Lösung dafür war dann: Ich brauche etwas Neues zum Anziehen.

Warum ich mich so unwohl fühlte in mir und meiner Haut, blieb somit ungeklärt.

Im Grunde habe ich die Gefühle, die ich hatte, immer auf etwas Äußeres bezogen und das dann versucht irgendwie zu bekämpfen und zu lösen.

Für einen Moment war das dann gut, z.B. mit neuen Klamotten, aber in Wirklichkeit habe ich damit Nichts nachhaltig gelöst, sondern mich nur im Kreis gedreht, denn:

Das Gefühl dahinter, kann nicht durch etwas Äußeres befriedigt werden.

Konsum hilft, um mit den Gefühlen umzugehen, aber nur für kurze Zeit.

Ich habe das Gefühl, dass es nicht nur mir so ging, sondern es hier in Deutschland bei Vielen noch an der Tagesordnung ist. Ich sehe mich darin wieder und sehe die Bedürfnisse, die nicht befriedigt werden, was wiederum zu immer mehr Konsum führt.

Willkommen Konsumgesellschaft!

Es ist eben leider normal von seinen Gefühlen abgetrennt zu sein und im Außen zu leben.

Wenn ich da hinein fühle, dann ist es so ein Kampf, aber ein scheinbar endloser und keiner, der irgendwie gewonnen werden kann. Eben nur ein sich im Kreis drehen.

Für mich macht es nun noch mehr Sinn, warum ich mich und mein Leben um 180 Grad gedreht haben und wandeln.

Ich lebe nicht mehr nur im Außen, sondern aus mir heraus.

Ich schaue, was in mir vorgeht, fühle nach und nehme wahr, was da passiert.

Ich werde präsent und spüre, was ich gerade wirklich „brauche“.

Ich folge auch hier meinem inneren Impuls und nehme ihn wahr.

Ich gehe liebevoll mit mir um und nehme mir Zeit für das, was wirklich Sache ist.

… und…

Um auf das Thema mit dem Geld und es sich wert sein zurück zu kommen…

Damals war ich es mir nicht wert. Ich hatte keinen Wert und wenn doch, dann war er nur von Äußerlichkeiten abhängig, so auch von Geld, aber es und somit ich hatten keinen inneren Wert.

Heute nehme ich meinen Wert mehr und mehr war. Die Dinge in meinem Leben haben dadurch einen ganz besonderen Wert bekommen.

Fast alles, was ich besitze, ist für mich besonders wertvoll. Es ist etwas Besonderes und:

Mein Wert ist nicht davon abhängig.

Ich brauche nichts zu kaufen, um irgendein Loch zu füllen, sondern habe alles schon bei mir, was ich wirklich brauche.

Das Spannende ist: In Wirklichkeit „brauche“ ich nicht viel und ich fühle, welchen Wert die Dinge für mich haben.

Das Geld verliert damit mehr und mehr seine Wichtigkeit und der Preis ist nicht mehr so entscheidend, denn, wenn ich kaufe, investiere ich bewusst in mich.

Ich treffe mehr und mehr bewusste Entscheidung und kaufe nicht mehr, weil ich denke, ich bräuchte doch… um… weil dann… in den meisten Fällen zumindest. 😉

 

Findest du das Thema auch so interessant wie ich? Lass mir gern deine Gedanken dazu da!

In Liebe,

 

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